Vorteile Von PalmöL FüR Die Gesundheit

Es ist inzwischen im Mainstream angekommen: Palmöl ist schlecht. Doch ganz so einfach ist das nicht. -Autorin Carolin Wahnbaeck hat sich auf die Suche gemacht – und „gutes“ Palmöl gefunden.

Nutella ist der Deutschen liebster Schoko-Aufstrich – und für viele: böse. Denn in Nutella steckt Palmöl, und das ist der Teufel. Es zerstört den Regenwald, rottet den Orang-Utan aus, vergiftet die Böden, vertreibt die Ureinwohner und heizt den Klimawandel an.

Produkte

Soweit zumindest die Argumentation der französischen Umweltministerin Ségolène Royal, als sie im Sommer 2015 zum Nutella-Boykott aufrief. Leider ist die Lage deutlich komplizierter. Und es ist Zeit für eine rationalere Debatte.

Palmöl: Ist Der Umweltkiller Auch Schädlich Für Die Gesundheit?

Es stimmt, dass Palmöl eine entscheidende Zutat von Nutella ist. Wahr ist auch, dass der Palmölanbau zum größten Treiber der Regenwaldvernichtung in Indonesien geworden ist – die Anbauflächen in den Tropen haben sich seit 1990 verzehnfacht. Und das bringt unter anderem den Orang-Utan in Gefahr.

Die Brandrodung von Regenwald heizt tatsächlich den Klimawandel an: Indonesien ist nach den USA und China zum drittgrößten Treibhausgas-Emittenten der Welt aufgestiegen, rund ein Drittel der Emissionen gehen laut WWF auf das Palmöl-Konto.

Und es stimmt, dass Ureinwohner und lokale Bevölkerung oft für neue Plantagen vertrieben werden, 700 Landkonflikte stehen laut der Organisation „Rettet den Regenwald“ in Zusammenhang mit der Palmölindustrie.

Auswirkungen Der Palmölindustrie Indonesiens Auf Wirtschaft Und Umwelt

Dennoch ist Palmöl aus Umweltperspektive per se kein schlechtes Öl. Das liegt daran, dass keine Ölpflanze der Welt effektiver ist: Vier bis sechs Tonnen Palmöl produziert ein Hektar Palmölplantage. Rapspflanzen brauchen dafür die zweieinhalbfache Fläche, Soja braucht sogar die sechsfache.

Damit verbraucht eine Tonne Palmöl also viel weniger Urwald als die alternativen Öle – sofern diese auf Urwaldflächen angebaut werden, was zum Beispiel beim Soja mit seinen Anbaugebieten in Südamerika meist der Fall ist. Das ist in solchen Fällen ein ökologischer Vorteil.

Europa ist auch nicht der größte Verbraucher von Palmöl. Weltweit verbrauchen die Asiaten mit Abstand am meisten. Sie nutzen Palmöl vor allem zum Braten. Und die 28 EU-Länder kommen zusammengenommen erst an dritter Stelle.

In Diesen Produkten Steckt Billiges Palmöl

Zwar konsumieren die Deutschen doppelt so viel Palmöl wie der weltweite Durchschnitt. Aber das liegt nicht alleine an unserem Heißhunger auf Schokoaufstrichen wie Nutella. Es liegt zum Teil auch an unseren Autos.

Knapp die Hälfte des Palmöls in Deutschland geht in unsere Bioenergieanlagen – und den „Biosprit“. Der sei deshalb drei mal so klimaschädlich wie Treibstoff aus Erdöl, sagt „Rettet den Regenwald“. Lies dazu auch: Du tankst Palmöl.

Aber zugegeben: Die andere Hälfte des Palmöls landet in Kosmetika (es gibt aber auch Kosmetik ohne Palmöl) und in Lebensmitteln, darunter auch Nutella. Dennoch sollte man Ferrero, den Konzern hinter Nutella, nicht als größten Palmöl-Bösewicht an den Pranger stellen. Ferrero kauft heute zu 100 Prozent Palmöl aus immerhin nachhaltigeren Quellen: dem RSPO.

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Der vom WWF gegründete „Roundtable on Sustainable Palmoil (RSPO)“ ist zwar nicht mehr als ein industrienaher „freiwilliger Mindeststandard“, wie auch Ilka Petersen vom WWF zugibt. Theoretisch haben sich die Mitglieder geeinigt, keine Regenwälder und Torfmoore in Plantagen umzuwandeln, Tier- und Pflanzenarten zu schützen, Kleinbauern einzubinden, Kinderarbeit zu verbieten und autorisierte Prüfer auf die Plantagen zu lassen.

Doch besser als gar kein Standard ist der RSPO durchaus. Das findet sogar Greenpeace, nicht grade für seine Industrie-Nähe bekannt, und gibt dem Konzern die beste Note beim Thema Palmöl-Einkauf (PDF-Download), auch wenn es natürlich noch besser ginge (siehe unten: Rapunzel Bionella).

Fazit: Eine Verteufelung von Palmöl allein wird den Urwald nicht retten. Denn im Zweifel würde es durch flächenintensivere Öle wie Sojaöl ersetzt – und der tropische Regenwald noch schneller verschwinden. Eher müssen wir uns fragen, in welchen Produkten das Palmöl landet – und ob wir diese Dinge überhaupt brauchen. Denn Palmöl steckt laut WWF bereits in jedem zweiten Supermarkt-Produkt, egal ob Lippenstift, Tiefkühlpizza, Tütensuppe oder Eiscreme.

Die Wahrheit über Palmöl

Bio-fairer Anbau von Palmöl, das gibt es – zum Beispiel bei den Produzenten Serendipalm in Ghana, bei Natural Habitats in Ecuador und Sierra Leone. Auch der weniger strenge, immerhin Rainforest-Alliance-zertifizierte Produzent Daboon und der Bio-Zweig von Agropalma gehört, mit ein paar Abstrichen, dazu. Gemeint ist dabei aber nicht das Palmöl, das nach dem industrie-nahen Mindeststandard des RSPO produziert wurde.

Palmöl:

Bei Serendipalm etwa mischen sich Mini-Bio-Palmölfelder mit Kakao-, Zitrus- oder Bananenanbau. Pestizide etc. sind verboten. Mehr als 600 Bio-Kleinbauern liefern an Serendipalm und werden überdurchschnittlich bezahlt. Der Anbau findet nicht auf eigens dafür gerodetem Regenwald statt. Kostenaufschlag beim Bio-Palmöl: zwischen 60 und 100 Prozent.

Mit wirklich gutem Palmöl-Gewissen kaufen kann man daher zum Beispiel Bionella von Rapunzel – der biofaire Gegenentwurf zu Nutella, Kekse wie die Schoko-Orangen-Taler von GEPA oder die „Pure Castile“-Seife vom Naturseifenhersteller Dr. Bronner’s. All diese Hersteller beziehen ihr Palmöl ausschließlich von Serendipalm und Natural Habitats.

Palmöl: Warum Ist Es So Schlecht Für Den Regenwald?

Das Problem dabei: Der Weltmarktanteil dieses bio-fairen Palmöls liegt derzeit bei etwa einem Prozent. In Deutschland sind es immerhin knapp vier Prozent, mit steigender Tendenz. Doch auch das wird den Regenwald vorerst nicht retten.

Was mehr bringt, ist, die Perspektive zu erweitern. Denn Palmöl wächst global auf einer Fläche von etwa 27 Millionen Hektar, Soja dagegen auf 120 Millionen Hektar – also auf einer etwa viermal so großen Fläche. Und 80 Prozent des Sojas landen im Futtermehl – für die industrielle Fleischproduktion.

Wer also wirklich den Regenwald retten will, sollte daher möglichst oft auf Steak und Wurst verzichten. Und um den deutschen Palmöldurst zu drosseln hilft es, weniger Auto zu fahren – und keinen Biosprit zu tanken. Und möglichst frische Lebensmittel zu kaufen, weniger Verarbeitetes, Süßes, Fettiges – denn in den hochverarbeiteten Industrieprodukten unserer Supermärkte steckt am meisten Palmöl drin.

Warum Wir Auf Palmöl Verzichten Sollten

Nicht nur optisch ist das der bio-faire Gegenentwurf zu Nutella: Auch geschmacklich hat Rapunzel versucht, dem beliebten Schokoaufstrich von Ferrero möglichst nahe zu kommen. Aber es ist vegan – und besteht nur aus öko-fairen Original-Zutaten: Echte Bourbonvanille statt Vanillin, Süßlupinenmehl statt Milchpulver, öko-faire Haselnüsse und Kakaobohnen, Rohrzucker, Sonnenblumenöl – und öko-faires Palmöl. Rapunzel verwendet auch in anderen Produkten nur bio-faires Palmöl und informiert darüber auf rapunzel.de/faires-palmoel.html.

Das Fett in (zum Beispiel) diesem Bio-Mürbegebäck von Gepa – sowie in den firmeneigenen Gebäcken und Riegel-Füllungen – ist bio-faires Palmöl vom kleinbäuerlichen Produzenten Serendipalm in Ghana. Gepa setzt überwiegend „IMO Fair for Life“-zertifiziertes Palmfett ein, das nach eigenen Angaben über die Anforderungen von Nachhaltigkeits-Standards deutlich hinausgeht. Infos und weitere Produkte auf produzenten/partner/serendipalm.html.

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Die 18-in1-Seife von Dr. Bronner’s ist ein wahrer Alleskönner: Ob Kopf, den Hund oder Fußboden – alles kann man damit säubern. Und es enthält nur bio-faires Palmöl. Um damit nicht der Umwelt zu schaden, sondern die Welt getreu der Firmenvision zu verbessern, hat Dr. Bronner’s den biofairen Palmölproduzenten Serendipalm in Ghana gegründet. Und bezahlt die Bauern und Ölmühlen-Mitarbeiter so gut, dass an dem Ort die Landflucht umgekehrt wurde.

Die Zerstörung Des Tropischen Regenwaldes Durch Palmöl

In den ersten Wochen und Monaten ist natürliches Stillen das beste für ein Kind. Aber aus verschiedensten Gründen ist das nicht jeder Mutter immer möglich. Dann kann das Ausweichen auf Anfangsmilch eine Option sein. Die Bio-Anfangsmilch von Hipp enthält ebenfalls Palmöl – laut Verpackung nur „Bio-Palmöl aus nachhaltigem Anbau, zertifiziert von unabhängigen Kontrollstellen“.

Tatsächlich bezieht Hipp in seiner Bio-Linie ausschließlich Palmöl aus nachhaltigen Quellen wie dem bio-fairen Palmölproduzenten Natural Habitats und dem von der Rainforest-Alliance-zertifizierten Betrieb Daabon aus Kolumbien.

Die rein pflanzliche Margarine Alsan basiert auf Palmfett, Kokosfett und Sonnenblumenöl und verspricht einen leckeren Buttergeschmack. Agropalma ist nach eigenen Angaben Lieferant von bio-fairem Palmöl für die Alsan Bio Margarine.

Was Ist Palmöl? Warum Ist Palmfett Ungesund?

** mit ** markierte oder orange unterstrichene Links zu Bezugsquellen sind teilweise Partner-Links: Wenn ihr hier kauft, unterstützt ihr aktiv , denn wir erhalten dann einen kleinen Teil vom Verkaufserlös. Mehr Infos.Im Kleingedruckten zahlreicher Produktverpackungen findet sich die Zutat Palmöl / Palmfett. Ein Fettstoff der – nicht nur in den Medien – immer wieder für hitzige Diskussionen sorgt. Doch was ist Palmöl / Palmfett eigentlich, warum ist es so umstritten und wie betrifft uns das als Konsumenten?

Da ich, als begeisterter Leser von Kleingedrucktem auf Produktverpackungen, so häufig auf den Begriff Palmöl oder Palmfett gestossen bin, wurde ich irgendwann neugierig und begann mich zu informieren. Je länger meine Recherche andauerte, desto klarer stellte sich heraus: Die Frage «Warum ist dieses Fett in so vielen Produkten enthalten und ist das ok oder eher nicht?» lässt sich leider nicht so einfach beantworten.

Aus diesem Grund möchte ich euch hiermit einen Überblick über die diversen Aspekte von Palmöl / Palmfett verschaffen und die Problematik sowie einen zarten Lösungsansatz aufzeigen.

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Palmöl Könnte Auch Co2 Neutral Produziert Werden

In diesem Bericht geht es, wo nicht anders erwähnt, um nicht-zertifiziertes Palmöl. Denn dieses wird zur Zeit leider immer noch am meisten produziert und verkauft.

Palmöl / Palmfett ist ein neutral schmeckendes Fett, das vor allem zur industriellen Herstellung von Fertigprodukten, Kosmetika und Bio-Diesel verwendet wird. Je nach Verarbeitungsweise ist es orange-rot oder weisslich.

Palmöl / Palmfett wird aus der Ölfrucht gewonnen, welche als grosser Bund (sogenannter Fruchtstand) an der Ölpalme wächst. An einer Ölpalme können 3000 bis 6000 einzelne Ölfrüchte wachsen. Ein einzelner Fruchtstand wiegt bis zu 50 kg.

Palmöl: Folgen Für Umwelt Und Gesundheit

Die Ölpalme wächst und gedeiht vor allem in heissen, feuchten Regionen in der Nähe des Äquators. Ursprünglich stammt sie aus Westafrika, ist aber mittlerweile in Indonesien und Malaysia weit mehr verbreitet. Auch in anderen Tropenländern wie Thailand, Kolumbien und Nigeria werden die ertragreichen Bäume angepflanzt.

Für die Lebensmittelindustrie wird vor allem das äussere, rötliche Fruchtfleisch der Ölfrucht verwendet. Denn bei Raumtemperatur weist das daraus gewonnene Öl eine streichfähige Konsistenz auf und muss darum nicht noch zusätzlich künstlich gehärtet werden.

Palmöl / Palmfett / Palmkernöl ist zwar auf Lebensmitteln kennzeichnungspflichtig, nicht aber bei Kosmetikprodukten. Für

Palmöl: Gesund Oder Schädlich?