Nebenwirkungen Von Siamesischem KüRbis FüR Die Gesundheit

Der Kürbis galt lange als Gemüse der Armen und wird heute hauptsächlich mit Halloween assoziiert. Dabei sind sowohl das Fruchtfleisch als auch die Kürbiskerne und das aus ihnen hergestellte Kürbiskernöl sehr nährstoffreich und gesund.

Die Samen der Pflanze stellen außerdem ein bedeutsames Heilmittel dar und wurden wegen ihrer positiven Wirkung auf die Gesundheit auch zur Arzneipflanze des Jahres 2005 gekürt. Nachfolgend finden Sie alle wichtigen Informationen zur Heilpflanze.

Kürbis:

Als Kürbis werden meist umgangssprachlich die Früchte verschiedener Kürbisgewächse, zu denen beispielsweise auch Wassermelonen und Gurken zählen, bezeichnet. Eigentlich handelt es sich hierbei jedoch um eine Pflanzengattung, zu welcher verschiedene Kürbisarten wie der Riesenkürbis, der Moschus-Kürbis oder der Gartenkürbis gehören.

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Viele Menschen assoziieren das Gewächs wohl mit den ausgehöhlten und zu Fratzen geschnitzten Halloween-Kürbissen, allerdings bietet die Pflanze auch verschiedene Vorteile für die Gesundheit.

Einerseits sind sowohl die Früchte als auch die Samen (auch Kerne genannt) der Pflanze sehr nährstoffreich. Die Früchte („Kürbisse“) werden beispielsweise für Suppen und Kürbiskuchen („pumpkin pie“) genutzt, während die getrockneten Kerne einen beliebten Snack darstellen.

Andererseits werden Zubereitungen aus den Kürbiskernen (meistens vom Gartenkürbis) auch medizinisch genutzt, etwa bei einer Reizblase (überaktive Blase) oder zur Linderung der Symptome bei einer gutartigen Prostatavergrößerung (benigne Prostatahyperplasie; BPH). Hierbei kommen vor allem Extrakte in Form von Tabletten oder Kapseln zum Einsatz.

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Den Studien zufolge scheint jedoch auch Kürbiskernöl bei einer Prostatahyperplasie helfen zu können. Das tiefgrüne, nussige Salat-Öl besitzt zudem eine entzündungshemmende Wirkung und ist reich an Antioxidantien, Vitamin K und Selen.

Der Gartenkürbis wurde aufgrund seines großen Potentials zu Heilzwecken und seiner vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten vom Würzburger Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde zur Arzneipflanze des Jahres 2005 gekürt.

Derzeit mangelt es allerdings noch an fundierten, klinischen Studien am Menschen, um die Heilwirkung vom Kürbis und daraus hergestellten Produkten eindeutig bestätigen zu können. Aufgrund der langjährigen Anwendung und der vorliegenden, medizinischen Daten aus Forschungen gilt die Gesundheitswirkung der Pflanze jedoch als durchaus plausibel und ihr Einsatz als risikoarm.

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Kürbisse wurden bereits vor vielen Jahrtausenden vom Menschen domestiziert und seither vielfältig verwendet. Es gibt archäologische Funde, welche den Anbau der Pflanze in Nordamerika und Mexiko dokumentieren.

Die ältesten Entdeckungen gehen dabei sogar bis 14.000 v. Chr zurück. Unter andrem wurden Kürbisse beispielsweise vor über 10.000 Jahren in der sogenannten Moxos-Ebene (Überschwemmungssavanne im nördlichen Bolivien) angebaut.

Es wird angenommen, dass damals vor allem die Samen genutzt wurden, da die wilden Kürbisse reich an Bitterstoffen und somit ungenießbar sind. Mit der Zeit wurden jedoch immer mehr nicht-bittere Kürbisse mit essbaren Früchten kultiviert.

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Außerdem entwickelten sich beispielsweise schalenlose Kürbisarten, welche sich besonders gut für die Herstellung von Kürbisöl eignen (Ölkürbis). Bis heute ist allerdings unklar, wie es zu dieser genetischen Mutation kam.

Die zahlreichen Kürbis-Sorten und -Arten werden sehr vielfältig genutzt. Am verbreitetsten ist die Verwendung als Lebensmittel in der Küche (Speisekürbisse), etwa als gebackenes, gebratenes oder gekochtes Gemüse. Beliebte Gerichte sind zum Beispiel Kürbissuppen, Kürbisbrot, Quiche, Pasteten oder Kuchen (der typische amerikanische „Pumpkin Pie“).

Neben dem Fruchtfleisch finden auch die Samen, auch Kerne genannt, als Lebensmittel und traditionelles pflanzliches Arzneimittel Verwendung. Geröstet oder getrocknet stellen sie einen beliebten und gesunden Snack für zwischendurch dar.

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Aus den Samen lässt sich zudem das ebenfalls sehr nährstoffreiche Kürbiskernöl herstellen. Auch dieses wird sowohl in der Küche als auch in der Medizin verwendet. Als Speiseöl eignet es sich vor allem für kalte Gerichte wie etwa Salate.

Darüber hinaus wird auch die Schale bestimmter Kürisarten genutzt. Sehr bekannt ist natürlich die Verwendung der Halloween-Kürbisse, bei denen die Frucht zu dekorativen Zwecken ausgehöhlt und in „gruselige“ Formen geschnitzt wird (Zierkürbisse).

Es gibt zahlreiche verschiedene Kürbissorten, welche sich unter anderem in ihrer Größe, Form und Farbe unterscheiden. So gibt es Riesenkürbisse, die mehrere Hundert Kilo wiegen können, solche mit einer ovalen oder länglichen Form, orangefarbene aber auch weiße oder gesprenkelte Arten.

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Genannte Extrakte aus Kürbiskernen konnten in verschiedenen Studien zu Harnwegsbeschwerden und Prostataveränderungen positive Ergebnisse erzielen. Die Extrakte sind bspw. in Form von Tabletten und Kapseln bzw. als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich.

Darüber hinaus gelangten auch erste Studien zum Kürbiskernöl zu vielversprechenden Resultaten. Auch dieses scheint den Forschungen zufolge bei Blasenbeschwerden und Porstataleiden helfen zu können. Darüber hinaus ist das Kernöl auch besonders reich an Antioxidantien, weshalb es vor oxidativem Stress bzw. freien Radikalen schützen kann.

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Werden Kürbisse in die Ernährung integriert, bieten sie aufgrund der vielen enthaltenen Nährstoffe verschiedene Vorteile für die Gesundheit. Die Samen und das daraus hergestellte Öl finden jedoch auch als pflanzliches Arzneimittel (Phytopharmaka) Anwendung.

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Die Samen des Gartenkürbis sowie daraus hergestellte Präparate werden als traditionelles pflanzliches Arzneimittel eingestuft, da sie seit mindestens 30 Jahren sicher medizinisch angewendet werden, davon mindestens 15 Jahre lang in der Europäischen Union.

Es mangelt zwar noch an klinischen Studien am Menschen, allerdings gilt die Verwendung bei genannten Anwendungsgebieten aufgrund der langjährigen Nutzung und den vorliegenden pharmakologischen Daten als durchaus plausibel.

Anhand der Ergebnisse von Forschungen kann insgesamt gesagt werden, dass Kürbiskerne zur Linderung von Beschwerden des unteren Harntrakts, welche mit einer Vergrößerung der Prostata oder einer Reizblase zusammenhängen, helfen können.

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Neben den Kürbiskernen, zu denen es bereits mehr Studien gibt, konnte jedoch auch das Kürbiskernöl in ersten Forschungen zu positiven Ergebnissen kommen. Das Öl scheint ebenfalls bei Prostatabeschwerden und Blasenleiden hilfreich zu sein; allerdings mangelt es derzeit noch an klinischen Humanstudien.

Außerdem enthält das Öl – verglichen mit anderen Speiseölen – besonders viele antioxidative Stoffe. Daher kann es vor freien Radikalen schützen, was nach aktuellem Kenntnisstand bei der Vorbeugung bestimmter Erungen wie z. B. Krebs helfen kann.

Darüber hinaus Kürbisöl auch reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren, welche sich ebenfalls positiv auf die Gesundheit auswirken und möglicherweise der Entstehung einer Arteriosklerose und Fettleber vorbeugen können.

Kürbis: Warum Das Herbstgemüse So Gesund Ist

Bei vielen Männern kommt es ab etwa dem 40. Lebensjahr zu Zell-Veränderungen der Prostata, welche u. a. mit der Bildung von Knötchen einhergehen. Die Veränderung des Zellgewebes ist anfangs nur mit einem Mikroskop sichtbar, mit steigendem Alter jedoch bei etwa 40 bis 50 Prozent der Männer auch mit bloßem Auge sichtbar.

Diese auch als histiologisch bezeichneten Prostata-Veränderungen können mit dem sogenannten BPH-Symptomen-Komplex einhergehen, also der allgemeinen Vergrößerung der Prostata und den damit einhergehenden Symptomen. BHP ist die Abkürzung für „benigne Prostatahyperplasie“, also der gutartigen Prostatavergrößerung.

Kürbis

Achtung! Eine Vergrößerung der Prostata sollte stets ärztlich begleitet und kontrolliert werden, um einen sich entwickelnden Prostatakrebs – welcher mit identischen Symptomen einhergeht – möglichst frühzeitig erkennen zu können.

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So konnten die Symptome beispielsweise in einer 3-monatigen Anwendungsbeobachtung an 2245 Männern, welche an einer Prostatahyperplasie der Stadien I bis II litten, signifikant gesenkt und die Lebensqualität verbessert werden.

Als Wirkstoffe werden Δ-7-Phytosterole oder aber Lignane vermutet. Die Sterole beeinflussen möglicherweise die Speicherung und Bindung von Dihydro-Testosteron, welches für die Vergrößerung der Prostata verantwortlich gemacht wird.

Allerdings lassen die vorliegenden Studien keine schlüssigen Aussagen über die Wirksamkeit der Kürbiskerne zu. Es bedarf noch weiterer klinischer Humanstudien, um die möglichen Wirkungen der Heilpflanze besser einschätzen zu können.

Kürbis Und Seine Gesundheitlichen Vorteile

Die Dosierung und Einnahme von Kürbissen zu arzneilichen Zwecken variiert abhängig von verschiedenen Faktoren wie dem Grund für die Einnahme und dem verwendeten Präparat.

Als Arzneimittel kommen in den meisten Fällen Extrakte der reifen und getrockneten Samen bzw. Kerne vom Gartenkürbis (Cucurbita pepo L.) sowie Kürbiskernöl (Cucurbitae oleum) und manchmal auch Kürbiskernpulver zum Einsatz.

Die verschiedenen Produkte enthalten unterschiedliche Zubereitungen und Dosierungen von Kürbiskernen. Einige Präparate beinhalten ausschließlich Extrakte, andere sowohl Extrakte als auch Kürbiskernöl und wieder andere kombinieren den Kürbis mit weiteren Heilpflanzen wie Soja oder Sägepalme.

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Aus diesem Grund werden je nach Produkt auch andere Dosierungen empfohlen. Halten Sie sich also an die Packungsbeilage bzw. den Rat Ihrer Ärzte.

Die Inhaltsstoffe vom Kürbis können je nach Art und Sorte stark variieren. Alle Speisekürbisse enthalten jedoch viel Wasser (etwa 90 %) und sind daher sehr kalorienarm. Pro 100 Gramm besitzen sie durchschnittlich 122 kJ bzw. 28 kcal.

Giftige

Kürbiskerne sind hingegen kalorienreicher, besitzen jedoch auch höhere Mengen an essenziellen Nährstoffen wie z. B. Selen und Kalium. Das aus ihnen hergestellte Kürbiskernöl enthält zudem einen hohen Gehalt an Tocopherol, weshalb es auch lange haltbar ist.

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Ernährungsphysiologisch ist vor allem die Linolensäure von großer Bedeutung, da diese nicht selbst vom Körper hergestellt werden kann. Sie wird unter anderem für den Aufbau von wichtigen Hormonen und Vitamin D sowie für die Bildung von zellulären Membranen benötigt.

Die tiefe bräunlich-rote Farbe des Kernöls ist insbesondere auf die enthaltenen Carotinoide zurückzuführen. Diese sind vor allem in den Kernen zu finden, jedoch auch zu etwa 15mg/kg im Kürbiskernöl enthalten.

Kürbiskerne enthalten viele verschiedene Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Von besonderer Bedeutung ist unter anderem das Selen. Dessen Gehalt liegt bei etwa 0, 08 bis 0, 4 Mikrogramm pro 1 Gramm (μg/g) Kürbiskerne und zählt somit zu den höchsten Werten, die in Pflanzen gefunden werden konnten. Andere Quellen berichten sogar von noch höheren Mengen von 1, 29 μg pro Gramm.

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Selen ist ein Antioxidans (Radikalfänger) und Spurenelement, welches unter anderem für das Immunsystem, die Produktion von Hormonen der Schilddrüse sowie für die Bildung von Spermien beim Mann wichtig ist.

In den Kernen sind darüber hinaus verschiedene Carotinoide zu finden. Nachgewiesen werden konnten 71 % Lutein, 12 % β-Carotin, 5, 3 % β-Cryptoxanthin sowie geringe Mengen an α-Carotin und Flavoxanthinen.

Des Weiteren enthalten Kürbiskerne auch einen relativ hohen Gehalt an Kalium. Dieser liegt bei etwa 5, 79 mg pro 1 Gramm getrockneter Kürbiskerne. Kalium ist ein lebenswichtiger Mineralstoff, welcher an den physiologischen Prozessen von allen unseren Zellen beteiligt ist.

Kürbisse Stecken Voller Gesundheit!

Ebenfalls in nennenswerten Mengen enthalten ist Chrom mit etwa 3 μg pro 1 g Kürbissamen